Die Rückenrolle
Mit den folgenden Übungen können Sie lernen, Ihren
ganzen Rücken mit minimalem Einsatz erst sehr tief
zu entspannen und dann neu aufzurichten.
Dies sind keine Kraft-Übungen, sondern Wahrnehmungs-
Übungen für das Nervensystem, bei denen sich Ihr Rücken
daran erinnert, sich wieder auszudehnen, zu entspannen
und beweglicher zu werden.
Sie brauchen dazu eine Decke, die Sie einmal in der Länge falten und dann mit der kürzeren Seite zu einer stramm gerollten Rolle zusammenwickeln, die mit einigen Gummis zusammengehalten wird:

Übung 1 - die Selbstbehandlung Ihres Rückens
mit der Rückenrolle
Fangen Sie damit an, sich mit dem Rücken auf den Boden zu legen und die fertige Rückenrolle längs unter eine Seite Ihres Rückens zu schieben. Dadurch liegen Sie erst einmal in einer etwas fremdartigen Schräge, die sich aber bald ändert, wenn Sie anfangen, mit den Füßen in einem schwungvollen Rhythmus zu wippen oder (... und das ist für die meisten Menschen einfacher) sich mit angestellten Beinen in Richtung Kopfende drücken, loslassen und rythmisch auf der Rolle schaukeln ... halb auf der Rückenrolle liegend, schaukeln Sie jetzt also eine Weile kopf- und fußwärts ... hoch und runter ... und wenn Ihnen die Fuß- oder Beinbewegungen zu anstrengend werden, legen Sie einfach kleine Pausen ein.
Nach einer Weile nehmen Sie die Rolle unter dem Rücken weg und fühlen in den Unterschied Ihrer beiden Körper- hälften. Die Überraschung, die Sie jetzt erleben, bleibt ein konstantes Geschenk ... und sie ergibt sich immer erst dann, wenn Sie eine Weile auf der Rolle geschaukelt haben.
Es wird hier bald auch eine DVD über die Rückenrolle geben. Beim Erscheinen der DVD informiere Sie gerne wenn Sie Ihre e-mail Adresse hier hinterlassen
Übung 2 - mit der Rückenrolle die ganze
Wirbelsäule entspannen
Die Selbstbehandlung der Kreuzdarmbein-Gelenke
und der unteren Lendenwirbelsäule
Sie liegen wieder auf dem Rücken und stellen ein Bein relativ steil an. Erfühlen Sie Ihre Atmung ... EIN und AUS ... bis Sie ein deutliches Gespür Ihres Atemrhythmus' haben ... und dann:
Mit dem Ausatmen schieben (oder stemmen) Sie den angestellten Fuß in den Boden hinein und bleiben dabei mit dem ganzen restlichen Körper entspannt liegen. Erst wird sich eine Kraft (eine Hebelwirkung) auf Ihren Oberschenkel übertragen und dann wird sich die Beckenhälfte des angestellten Beines etwas zur Decke anheben ... Sie achten dabei bitte unbedingt darauf, keine Schmerzen oder Mißempfindungen hervorzurufen.
Halten Sie inne und lassen Sie sich dann beim Ausatmen mit der ganzen Beckenhälfte wieder herabsinken, indem Sie mit dem Druck auf den Fuß nachlassen. Strecken Sie Ihr Bein wieder aus und spüren Sie nach, ob sich Ihr Bein vielleicht etwas länger, größer oder weiter anfühlt ... dann nämlich hat sich etwas in Ihrem Kreuzdarmbeingelenk gelockert
Wiederholen Sie dies für die andere Seite.
Machen Sie diese Übung nicht bei einem Bandscheiben-
vorfall, bei Nervenentzündungen oder bei starken Schmerzen! Gehen Sie in diesem Fall zu einem Arzt oder fachkundigen Behandler. Diese Übungen sind für 'normal verspannte' Menschen gedacht
Später dehnen Sie die Übung dahingehend aus, daß Sie Ihre Wirbelsäule in eine sanfte Drehung versetzten. Wenn Sie den Fuß in den Boden drücken, brauchen Sie dazu nur das angestellte Knie etwas nach innen fallen zu lassen. Auf diese Weise können Sie Wirbel für Wirbel selbst ohne schädliche Nebenwirkungen mobilisieren - solange Sie nur darauf achten, daß Ihnen die sanften und kleinen Bewegungen nirgends wehtun!
UND ... achten Sie auf die Qualitäten und speziellen Empfindungen in Ihrem Körperinneren: Ist es dort dunkel oder hell, ist es dort einladend, macht es Sie neugierig oder wollen Sie mit diesen Bereichen nichts zu tun haben. Wollen Sie Ihren Schmerz oder die Missempfindungen möglichst schnell loswerden? Lassen Sie es erst einmal wie es ist und erforschen Sie diesen Bereich ... füllen Sie ihn mit Bewußtsein

